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Mein „Mixto“ Mercedes Sprinter W906

Nach Jahren auf der Reiseenduro mit Zelt, Offroad Vergnügen im Jimny und dem ersten Camperausbau vom ex Bundeswehr T4 war eine Vernunftsentscheidung fällig.

Da ich das Fahrzeug als Daily Driver, für Messen, zum Warentransport und auch mal als Camper nutze stand das Thema mehr Platz, höhere Reisegeschwindigkeit, Klimaanlage und ein wenig Komfort an.


Daher wurden alle „Emotionen und Gedanken“ zum Offroad Gefährt, Oldtimer 4x4 LKW,….beiseite gedrängt und die Vernunft hat gesiegt.

Mercedes 316 cdi

H1 - L2

Bj. 02/2017

PS: 160


Standard weiss mit

Klima, Tempomat, AHK, …


Einzelsitze vorne, Heckbett, Stauflächen mit EUR Kisten, Sitz-Box, kleine Küchenzeile mit Spüle und Gaskocher.

Der Vorbesitzer ist bekannt und der Zustand war klasse!

Dennoch vor dem Ausbau direkt noch ein paar Pflegemaßnahmen vollzogen. Die ersten Rostpickel behandelt und die bekannt problematischen Stellen der Klips der Seitenplanken behandelt.


Dann starteten die Planungen für den Innenausbau!

Aber was heisst hier Planungen, meist starte ich einfach drauf los.

Also einen groben Überblick, was benötigt wird, was im T4 gut war und welchen Platzbedarf man hat. Da eignet sich die Packliste von alten Touren perfekt. Einfach mal grob skizziert, Holz gekauft und los….


Mein Plan also:


Hinten Querbett (ich liege eh immer seitlich mit angewinkelten Beinen), darunter Staufläche, kleines Seitenregal für Wasser, Spüle, Kleinkram,

ein Regal für Kleinkram und Hundesachen für unterwegs.

Der Vorteil: das Fahrzeug verfügt über ein vorhandenes System mit Zurrschienen am Boden und den Seitenwänden. Ich habe den gesamten Ausbau NUR an diesen Punkten fixiert und musste keine Bohrungen vornehmen.


Aber zuvor alle Verkleidungen ab und mit Armaflex dämmen.

Und NEIN, ich plane kein Wintercamping oder dergleichen, deswegen habe ich ihn für die „einfache“ Nutzung nur großflächig mit Armafelx behandelt, ABER auch auf entsprechende Hinterlüftung geachtet und die Möglichkeiten zum Ablauf von Kondensat gelassen. Daher wurde auch nur bis zur Höhe der Klips verklebt. Darunter sind die Abläufe frei!

Das hatte sich beim T4 bewährt und wurde wieder so gemacht.

Weiter mit dem Ausbau.

Einen entsprechenden Holzvorrat, Zurrschienenmuttern…..zugelegt und ab geht’s! Als erstes habe ich das Grundgestell für den Bettkasten gebaut. Vom Gestell musste ich mich an die Zurrschienen halten und darauf dann den Rest aufgebaut, immer mit Test von dem Material, was dort hin soll. Auch Halterungen für Fenstergitter…. habe ich direkt montiert, bevor später alles verbaut ist.

Küche & Co?

Zuvor war ich immer mit Kanister unterwegs, nun ist Platz und ich habe mir mal eine kleine Spüle mit Kanister gegönnt.

Auch der Küchenkleinkram wurde dann auf einfache EUR Kisten verteilt und entsprechend untergebracht. Da der Rahmen auch hier an den Zurrschienen montiert ist, musste ich kleine Größenunterschiede mit einfachen Abstandsleisten ausgleichen. Sieht man aber nicht und war mir lieber als irgendwo anders zu bohren!

Da ich auch nicht wochenlang in heissen Regionen unterwegs bin, aber auch keinen schmelzenden Käse zum Frühstück mag, habe ich mich für die einfache Thermoelekktrische Kühlbox entschlossen.

Passt in die Lücke, wird bei Fahrt betrieben und hält bei Standzeiten relativ lange kühl, muss ja nicht tiefkühlen.

FAZIT?


Die ersten Ausflüge, aber vor allem die tägliche Nutzung haben schon bewiesen, dass alles stimmig ist.

Aber auch die erste Reise nach Schweden, teils über grobe Schotterpisten haben gezeigt, dass alles hält, wenig rappelt und vor allem funktioniert.


Klar, das war der zweite Ausbau, vieles habe ich von damals übernommen,

aber der nächste wäre sicher wieder ein wenig anders….


Aber nun erstmal hoffen, dass der Sommer oder „goldene Herbst“ noch ein wenig Möglichkeiten bietet…..


So long,

Michael

Sonstiges und drumherum….


Die Trennwand wurde als erstes demontiert und die Doppelsitbank

gegen einen Einzelsitz und passender Bodenmatte getauscht.


Deckenverkleidung

Da auch das Dach mit Armaflex verklebt ist, stellte sich die Frage der Deckenverkleidung. Durch die eh niedrige Höhe wollte ich da durch Latten nichts verlieren und halte auch nichts von vertäfelten Decken.

Also habe ich aus dem Fachhandel eine entsprechende Verkleidung aus Kunststoff gekauft und montiert. Reicht, passt und hält.


Seitenverkleidungen

Hier waren Holzverkleidungen vorhanden, die ich einfach mit dem üblichen Filz beklebt habe. Mit einem Lochbohrer konnten die Löcher wieder freigelegt und an originalen Punkten verschraubt werden. Im unteren Bereich wurden diese, wie auch der Holzausbau selber im sichtbaren Bereich mit Beize in grau behandelt und anschließend alles mit Hartöl versiegelt. Hat sich im T4 bewährt, schützt das Holz, kann nachbehandelt werden und hat weniger Ausdünstungen als Lacke!


Ein Reserverad war nicht vorhanden, da ich aber in der schwedischen Pampa nicht auf den ADAC warten möchte, habe ich hier den originalen Korb nachgerüstet. Gebraucht und verrostet kosteten die fast mehr als das Original beim freundlichen Händler!


Elektrik

Nö, ich brauche kein Solar und viel Spielkram. Daher wurde es einfach gehalten. Im Ausbau habe ich einen Sicherungsverteiler mit Masseverteiler montiert. Von dort gehen ab die Leitungen für LED Leuchten hinten und oberhalb der Küche, eine USB Ladebox und die Pumpe der Spüle.

Dazu wurde unter dem Beifahrersitz eine Zweitbatterie verbaut, die mit einem Victron Ladebooster gespeist wird. So wären noch Kapazitäten frei für eine Standheizung oder Kompressor Kühlbox….


Fenster

Da die Sicht durch die Tür fehlte, hatte ich mich entschlossen, hier ein Fenster einzusetzen um noch eine zusätzliche Belüftung zu haben.

Fenster waren zu dem Zeitpunkt kaum zu bekommen und so wurde es nur eine mittlere Größe, aber flach abschließend mit Mückenschutz und Abdunkelung. Über der Hundeecke ideal, jetzt wieder ein Schulterblick möglich und Frischluft kommt auch rein. Der Einbau war spannend, zumal ich das vorher noch nicht gemacht hatte, aber wenn man sich vorher gut informiert erfordert es nur Entspannung und Mut.


Tarp oder Markise

Beim T4 hatte ich zuerst ein Tarp, was ewig flatterte und nervte.

Dies hatte ich dann gegen eine super Sackmarkise getauscht, die klasse, stabil und auch alleine aufzubauen war.

Beim Sprinter ist dann leider Schluß. Auch wenn es nur die einfach Höhe ist, zu hoch um die von Hand zu verzurren. Also dachte ich an eine komfortable Kassettenmarkise.


Aber „Pustekuchen“!

Für den H1 gibt es irgendwie bei keinem Hersteller entsprechende Adapter, zumal auch keine C-Schiene vorhanden ist. Mit „Basteln“ bekommt man was hin, dann aber auch nur für die teuersten Markisen.

Das für „Hin und Wieder“?

Alternativ bliebe ein Dachträger, aber dann muss es was schickes sein

und da geht es auch wieder ans Geld! Also habe ich kurzerhand umdisponiert und erstmal eine Kederleiste auf dem Dach montiert und nutze das Motorrap. Das verfügt über einen Keder, liegt damit dicht und windfest auf dem Dach in der Rinne und ist mit dem Gestänge auch gut und alleine aufzubauen.


Achso, Warentransport?

Ja, alle 3-4 Wochen transportierte ich Kartonware im Spinter.

Nicht viel Gewicht, aber Volumen. Hier kann ich die Ware auf dem Bettkasten verstauen, vorne im Laderaum und lange Ware kann ich bei rausgenommenen EUR Kisten durchschieben.

Daher ist auch eine feste/massive Abdeckung auf der Spüle, um hier Schäden zu vermeiden. Gesichert wird alles durch ein Zurrnetz am Bettlasten, bzw Zurrgurte, die alle am Zurrsystem befestigt werden.


Sonnenblende

Und natürlich, habe ich auch eine entsprechende Blende installiert.

Mein Business sind zwar die klassischen Sonnenschuten, aber für einige moderne Fahrzeuge können wir auch dies anbieten!