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URLAUBSVERLÄNGERUNG MIT DEM JIMNY

DER JIMNY IN SCHWEDEN 2016  

30.06..2016

Endurowoche - Verlängerung + Rückfahrt mit dem Jimny

Gemeinsam mit den Endurofreunden starteten wir ab Kiel nach Göeborg und vor dort aus zum diesjärigen Ziel Lesjöfors in Mittelschweden. Dort hatten wir wieder eine grandiose Endurowoche auf endlosen Schotterpassagen, herrlichen Waldwegen mit kleinen Sondereinlagen. Insgesamt 6 Fahrtage mit 1.000 km; davon rund 80% offroad, sprich ohne Asphalt.

In diesem Jahr hatte ich mich zu einer Verlängerung entscheiden, denn Schweden ist ganz nah, nur die Anreise ist immer recht kostenintensiv.

Somit wurde am letzten gemeinsamen Tag gepackt und meine DR650 bei den Kumpel´s auf den Trailer verladen und mit nach Hause genommen. Ich startete mit dem JIMNY durch Mittelschweden. Anreise Endurowoche 440 km


SAMSTAG

Nachdem die Hütte übergeben war, packte ich meinen Jimny um für die Verlängerung. Das Endurogepäck war unterwegs Richtung Heimat und im Wagen fanden sich nun nur noch Reiseklamotten, die Küchenkiste, sowie Zelt und Co. Gegen Mittag startete ich auf kleinen Wegen Kurs Nornäs.

Hier wollte ich das neue Camp von weiterweg.de besuchen. Entlang zahlreicher Seen und langen Schotterpassagen erreichte ich Nornäs. Das neu übernommene „Dorfcafe“ ist zugleich die neue Zentrale und Anlaufpunkt von weiterweg.de. Hier gab es erstmal einen leckeren Cafe und lockere Gespräche über die Region, sowie die Vorhaben und Angebote. Da im Camp gerade Wasser und Strom verlegt wurde und der Bagger aktiv war, konnte ich mein Lager am Dorfsee aufschlagen. Also die kleine Umlage bezahlt und erstmal am See entspannt. Im anliegenden Dorfgemeinschaftshaus gibt es saubere sanitäre Anlagen, sogar mit Sauna und einem Waschraum mit Trockner. Nach einem sonnigen Tag endete die Nacht im Zelt; wobei es doch recht kühl wurde, knapp 4 Grad. Tageskilometer 250 km

SONNTAG

Der erste Blick aus dem Zelt versprach wieder einen sonnigen Tag. Also erstmal Kaffee kochen und einen kleinen Snack. Nachdem ich am Abend einen Bericht im aktuellen Allradler über eine Schwedentour gelesen hatte und nun auch schon einige Tage in den Wäldern Schwedens unterwegs war, habe ich meine Reiseplanung geändert. Nach dem heutigen Besuch im Fulufjälet Nationalpark plante ich nun spontan Richtung Küste nach Smögen zu fahren und mir auf dem Weg den Schrottplatz in Bastnäs anzusehen. Also Zelt eingepackt, die Sachen verladen und zum Brunch ins Dorfcafe. So gestärkt ging es dann auf kleinen Wegen zum Fulufjälet Nationalpark. Den letzten Anstieg erklommen, habe ich den Jimny geparkt und mich mit „Knipse“ und Wasser im Rucksack auf den Weg gemacht. Es geht durch verschiedene Ebenen ca. 2 km hoch zum Njupeskä Wasserfall.

Ein toller Anblick, wenn man unterhalb des 93m in die Tiefe fallenden Wassermassen steht. Über einen 5 km Rundweg geht es dann durch das Fjäl mit schönen Aussichtsebenen und mehrsprachigen Erklärungen zurück zum Eingang. Da es schon später Nachmittag war, habe ich nach meiner Planänderung den kurzen Weg Richtung Bastnäs und Smögen gewählt. Diese führte rüber auf die norwegische Seite. Über die offenen Grenze und kleine Wege erreichte ich Norwegen und hatte direkt eine ca. 30 km lange Baustellenpiste vor mir. Kein schwedischer Schotterweg, sondern eine norwegische Rüttelpiste mit Schottersteinen in Tennisballgröße; also materialschonend weiter. Da sich die Tanknadel der Reserve näherte, machte ich einen Schlenker nach Trysil.

Dort angekommen, sah man noch mehr Schnee auf den Bergen und in Anbetracht der Zeit, entschloss ich mich beim dortigem Campingplatz den Tag zu beenden. Anstatt einer Hüte habe ich mir ein Zimmer im dazugehörigen „Motel“ gegönnt. Sehr sauber mit Gemeinschaftskühe, Wohnzimmer und Terrasse mit Seeblick. Hier habe ich den Abend gemütlich ausklingen lassen. Tageskilometer 170km

MONTAG

Der frühe Vogel hat mich erwischt und direkt nach der Dusche habe ich mich vor´s Motel an den Jimny gesetzt und gefrühstückt. Wozu alles rein tragen, wenn draussen alles bereit ist. Da noch einiges anstand fix geladen, kurz zur Tankstelle und auf nach Bastnäs; also zurück nach Schweden.

Endlose lange und kurvige Strassen (sicher spannend für Motorräder mit Straßenreifen) führten mich durch Wälder und mit Lineal angelegte landwirtschaftliche Flächen. Man erkennt sofort einen Unterschied zu Schweden. Hier ist mehr Geld vorhanden, denn selbst die ländlichen Häuser und Dörfer sind „besser in Schuss“ und alles ist präzise genau und sauber. Wer´s mag > Ich geniesse es da lieber einfacher, aber uriger in Schweden. Über die grüne Grenze habe ich dann auch irgendwann Bastnäs erreicht und war gespannt auf den berühmten Schrottplatz, der ja einiges grösser sein soll, als der in „KyrkeMosse“.

Schon als ich angekommen war, sah ich Mengen als „alten Schätzen“ auf der Wiese vor dem Haus, aber erst wenn man sich zu Fuss durch die angrenzenden Waldstücke bewegt, entdeckt man fast hinter jedem Busch und Baum einen neuen Schatz. Der Ursprung dieses Areals gründetet sich angeblich durch zwei Brüder, die 1955 ein norwegisches Importverbot von PKW's umgingen und die Fahrzeuge auf schwedischer Seite zerlegten und legal als Einzelteile überführten.

Diese wurden auf norwegischer Seite wieder zu Autos zusammen gestellt. Nachdem das „Geschäft“ eingestellt wurde, stehen hier noch rund 1.000 Fahrzeuge im Wald und die Natur holt sich langsam alles wieder zurück. Das Gebiet ist umstritten; auch für mich einerseits Kult, aber auch traurig um die Schätze, die dort vergammeln. Nach diesen Eindrücken erstmal einen Kaffee am Wagen genossen und die Route nach Smögen geplant. Auch hier war wieder der kürzeste Weg über Norwegen und da ich „Strecke machen“ wollte; rüber und auf direktem Weg zur Autobahn gen Süden. Dort habe ich dann einige KM abgespult und bin bis kurz vor Smögen auf der Autobahn gefahren. In Kungshamn habe ich dann mein Camp auf Campingplatz von meiner AfricaTwin Tour vor 2 Jahren bezogen. Da es noch hell und warm war, bin ich dann noch rüber nach Smögen. Tageskilometer 495km

DIENSTAG

Das Frühstück gab es wieder am Jimny und nach dem Verladen von Zelt und Co ging es nochmal rüber nach Smögen. Am Morgen bin ich dann entlang der Hafenpromenade und habe mich noch für die Weiterfahrt mit frischen Kanebulle und „Wiener Bröd“ eingedeckt.

Von Smögen bin ich rüber nach Lysekil; kannte ich noch nicht. Alles ein wenig grösser als Smögen, mehr Verkehr mit Hafen und auch lauter. Also genug Meer gesehen und so entschloss ich mich die Rückfahrt anstatt entlang der Küste durch Smaland fortzusetzen; dass hiess wieder „Strecke machen“ bis hinter Göteborg. Von dort bin ich wieder auf kleinen Wegen durch Smaland Richtung Ljungby gefahren. Diese Region haben wir in früheren Endurowochen oft besucht;

also keine unbekannte, aber schöne Region. Also erstmal 38,5 ltr in den 41 ltr Tank gefüllt und eine warme Mahlzeit bei Max, der schwedischen Burgerbude mit „free Wifi“. Von dort bin ich dann über die mir bekannten „Endurowege“ nach Vrigstad. Hier war der „Dorfsee“ mein Ziel, an dem man campen kann und wo ich meine letzte Nacht im freien Camp verbringen wollte. Schnell war das Zelt mit Seeblick aufgebaut und nach dem Abendessen bin ich nochmal auf „Pirschfahrt“, in der Hoffnung nochmal einen Elch vor die Linse zu bekommen.

Bei der Endurowoche hatten wir gleich am ersten Tag 2 Elche, die unseren Weg kreuzten. Dabei blieb es aber diesmal, keine neue Sichtung. Aber immerhin, bisher bei jedem Schweden Besuch mind. einen Livekontakt. Also zurück zum Zelt und den Abend am See ausklingen lassen. Tageskilometer 425km

MITTWOCH

Am Morgen öffnete ich das Zelt und wollte eigentlich ein Morgenbad im See unternehmen. Mich begrüsste aber ein kalter Wind und zahlreiche Wolken.

Also machte mir das Wetter den Abschied nicht so schwer. Demnach gab es nur eine Katzenwäsche und bevor das Zelt erstmals bei dieser Tour nass würde, habe ich alles fix verpackt und zur Rückreise verstaut. Aber so schnell wollte ich dann nicht heimwärts, also bin ich erstmal rüber nach Almhult und dort mit dem Jimny unsere alte „Enduro-Hausrunde“ abgefahren; geht auch mit 4 Rädern. Weiter nach Osby und auch dort unsere „Hausrunde“ angetestet. Den Elchtunnel habe ich weg gelassen, denn da wird’s selbst mit der Enduro eng und auch den Steilanstieg habe ich ausgelassen. Wäre sicherlich möglich, aber alleine ohne etwaige Bergehilfe wollte ich kein sinnloses Risiko eingehen. Also genug offroad und ab zu „Lars Dufwa“ an die Tankstelle von Osby. Hier hatten wir früher schon gerne eine Pause eingelegt, denn neben Benzin gibt es hier neben Cafe und Gebäck auch leckere Grillkörv. Von dort aus bewegte ich mich dann direkt mit Ziel Malmö, Kurs Süd. In Malmö angekommen wollte ich noch ein wenig durch die Altstadt bummeln, aber da es recht wolkig war und die „Abschlussschüler“ trillernd über den Lila Torg zogen, bin ich dann eher durch das neue Hafenviertel geschlendert. Die Wolken brachten keine Fotohighlights, also nach einem letzten Kaffee direkt rüber über die Öresundbrücke nach Dänemark.

Hier erwartete mich dann das übliche Chaos; volle Autobahn und entweder „Schleicher oder Raser“. Das Land bleibt „platt“ aber nach einer Tankpause erreichte ich dann Rodby und stellte mich in die Schlange am Fährterminal. Den 200 km Umweg über Kolding und Rendsburg wollte ich mir ersparen, zumal im Radio von zahlreichen Staus gesprochen wurde. Als mir an der Kasse aber ein Ticket für 99,50 verkauft wurde, wäre ich am liebsten zurück. Die Fahrt dauert gerade mal

45 Min auf einer leicht versifften Fähre und da bemerkt man doch gleich die Monopolstellung. Wird vielleicht doch Zeit für eine Brücke oder Tunnel.

Auf deutscher Seite dann direkt von der Fähre und über die A1 heimwärts; ist ja nur ein Katzensprung.

Am Abend dann nur noch die Zahnbüste ausgepackt und auf die heimische Couch. Tageskilometer 510km

DONNERSTAG

Der nächste Tag war ja noch frei und so konnte ich am Donnerstag in Ruhe alles auspacken, verstauen, waschen und vor allem den Jimny reinigen.

Die „Trockenzeit“ in Schweden hatte seine Spuren hinterlassen, denn der Staub saß in jeder Ritze.


Fazit der Tour:

Die „kleine Verlängerung“ der Endurowoche hat sich gelohnt - So kann man ein wenig länger geniessen und „runterfahren“.

Ja, ich habe ziemlich viel Strecke gemacht, aber ich wollte mir einiges ansehen und dann nochmal durch Smaland und nach Malmö. Beim nächsten Mal würde

ich im Bereich Mittelschweden bleiben, dort mehr vor Ort unternehmen und die Rückfahrt auch wieder ab Göteborg nach Kiel vorziehen.

Die STENA Schiffe sind klasse ausgestattet und von den Kosten her (Brücke und Rodby / Puttgarden) identisch; ohne Zeit und Sprit zu berechnen.

Für die Hinfahrt habe ich 170,- gezahlt, an Bord einer modernen Fähre als Nachtfahrt mit Einzelkabine mit Meerblick (hatte ich mir mal gegönnt).


Fazit zum Jimny:

Auch nach den vielen Endurotouren in Schweden muss ich nun feststellen, dass dies auch ein ideales Allrad Reiseziel ist.

Neben den unendlich vielen Schotterpassagen und Waldpisten sind eigentlich fast alle „Tracks“ auch mit dem Jimny befahrbar. Und wer es gerne geführt haben möchte, kann bei weiterweg.de Tagestouren oder ganze Wochenangebote buchen. Vom Stauraum bin ich alleine perfekt ausgekommen.

Im Heckausbau hatte ich unten Zelt, Tarp, Stuhl und Tisch untergebracht. In meiner festen Box befand sich der Kleiderschrank und die Küchenkiste wurde rechts verzurrt. Den Campingtisch habe ich nicht einmal aufgebaut, mir alleine reichte immer der Klapptisch, den ich an die Heckklappe gebaut habe. Fahrtechnisch war alles perfekt. Egal ob Langstrecke; Pisten oder Offroadpassagen. Den „Kleinen“ hat nichts geschockt (war mir eh klar) und auch der Ausbau war pistenfest.

Nicht hat gerappelt oder geklappert. Gesamtfahrstrecke  im Jimny 2.287km inkl. An- und Abreise.

Offroad + Outdoor Camp: weiterweg.de in Nornäs Schweden